Weicheres Wasser für Aidenbach – WBW sagt Realisierung der Wasseraufbereitungsanlage zu
Von: Michael Braun
Erfreuliche Nachrichten brachte der 1. Bürgermeister des Marktes Aidenbach, Karl Obermeier von seinem Besuch in Deggendorf mit. Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter, gleichzeitig Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW) sicherte zu, dass die Wasseraufbereitungsanlage – seit vielen Jahren der Wunsch zahlreicher Bürger in Aidenbach – definitiv gebaut wird. „Ich stehe dafür, dass die Zusagen, die gemacht wurden, auch eingehalten werden.“ so Bernreiter. Im Augenblick, so bestätigt auch der Technische Werkleiter Hermann Gruber, laufen noch die Planungen. Diese würden voraussichtlich im Jahr 2013 abgeschlossen, so dass man 2014 mit dem Bau der Anlage beginnen könne.
Das Thema Wasserqualität besteht in Aidenbach mehr oder weniger seit der Umstellung auf das Fernwasser im Jahr 1995. Aidenbach wird wie das gesamte Versorgungsgebiet südlich der Donau aus dem Grundwasserpumpwerk Moos versorgt. Dort wird das Grundwasser bereits auf natürliche Weise weitgehend durch das Passieren der Bodenschichten gereinigt, somit sind somit nur wenige Schritte für die Aufbereitung erforderlich. Das Trinkwasser entspricht von der Qualität her höchsten Ansprüchen. Der Nachteil liegt jedoch in der Wasserhärte: mit einem Härtegrad von rund 22 Grad deutscher Härte (°dH) handelt es sich um sehr hartes Wasser, welches in den letzten Jahren wiederholt für Rohrbrüche im Gemeindegebiet verantwortlich gemacht wurde.
Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2008 erklärte Obermeier das Thema Trinkwasser zur Chefsache. So fand noch im selben Jahr eine Informationsveranstaltung im Rathaus mit Vertretern der WBW und interessierten Bürgern statt. Im Jahr 2009 teilte Herr Gruber mit, dass man die Errichtung einer zentralen Wasseraufbereitungsanlage intensiv prüfen würde. In den Folgejahren wurde Bürgermeister Obermeier wiederholt bei der WBW vorstellig, um die Maßnahme voranzutreiben. Schließlich konnten die Prüfungen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, so dass die WBW für die Jahre 2014 bis 2016 jeweils 4,3 Mio. Euro zur Verwirklichung der Maßnahme bereitstellte. Mit der Wasserenthärtungsanlage erhalten die Aidenbacher ein deutlich weicheres Wasser, das in etwa einen Härtegrad von 12 °dH haben wird. Zu einer Erhöhung der Wassergebühren wird die Baumaßnahme im Übrigen nicht führen – die Kosten wurden bereits bei der letzten Gebührenkalkulation der WBW berücksichtigt.


