Marktrat gibt Umstellung auf LED-Leuchten in Auftrag
Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird im Jahre 2012 erneuert werden. Auslöser dafür ist – ähnlich wie bei Glühbirnen – die Öko-Design-Richtlinie der EU. Ab dem Jahr 2015 dürfen keine Quecksilberdampflampen mehr in den Verkehr gebracht werden. Im Bereich der Marktgemeinde gibt es derzeit 419 Straßenleuchten folgender Typen: 273 Quecksilberdampflampen, 90 Langfeldleuchten (Peitschenmast), 34 gemeindeeigene Leuchten (Modell „Aidenbach“ am Marktplatz), 21 Stück Gelblicht (Kapellenfeld) und 1 Sonderleuchte bei der Abzweigung Egglhamer Straße.
Von Seiten der E-ON wurden verschiedene Neuentwicklungen an Energiesparleuchten vorgestellt. Neben dem bereits bekannten „Gelblicht“ gibt es „Aura-Therm-Leuchtmittel“, die 40 % weniger Strom brauchen. Die Zukunft gehört aber eindeutig den LED-Leuchten. Wegen iher hohen Energieeffizienz (75 – 80 % weniger Strombedarf), der punktgenauen Lichtstreuung, der hohen Lebensdauer und dem geringen Wartungsaufwand haben sie die größten wirtschaftlichen Vorteile. Darüber hinaus hat der niedrigere Stromverbrauch der LED-Leuchten positive Effekte für den Klimaschutz. Deutschlandweit könnten Kommunen bei einem Umstieg ihren Stromverbrauch um 2,7 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr senken und so 1,6 Millionen Tonnen CO² einsparen. Die derzeitigen hohen Kosten von 400,00 bis 500,00 € das Stück ermäßigen sich um 40 %, da es ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums gibt. Die LED-Leuchten amortisieren sich so auf einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren.
Auf Grund der gutnachbarschaftlichen Beziehungen hat sich der Markt Aidenbach mit der Gemeinde Aldersbach zusammengetan und das Fachbüro HPE aus Johanniskirchen mit der Ausarbeitung eines Leistungsverzeichnisses beauftragt. Auf eine fachkundige Beratung und Betreuung kann in diesem Fall nicht verzichtet werden, weil es eine Vielzahl an Herstellern und Modellen gibt. Das Büro hat für beide Gemeinden eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt. Im Rahmen der Ausschreibung gab die Firma Emmer aus Aunkirchen das wirtschaftlichste Angebot ab und erhielt letztendlich den Zuschlag durch den Marktrat.


