ILE Klosterwinkel: Neue Förderfibel zur Innenentwicklung
Unser Tenor: Flächen sparen und Zentren stärken
Immer mehr Menschen schätzen es, auf dem Land und nicht in großen Metropolen zu leben. Gerade viele junge Familien suchen Wohnraum im ländlichen Raum mit kurzen Wegen zu Kindergarten und Schule. Arbeitsplätze in ländlichen Regionen sind gefragt. Senioren verlagern ihre Wohnsitze gerne von der Stadt aufs weit ruhigere Land. Doch im ländlichen Raum steht man vor einer großen Problematik: Die Kommunen möchten Flächen sparen oder haben oft gar nicht die Möglichkeiten neue Baugebiete auszuweisen – Familien suchen bezahlbaren Wohnraum mit hoher Wohn- und Lebensqualität. Doch hierfür gibt es eine Lösung: Innenentwicklung!
Die Bürgermeister der ILE Klosterwinkel haben sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben. Belebung, Stärkung und attraktive Gestaltung der Ortszentren sind ein zentrales Thema der Bürgermeister. „Wir wollen Anreize schaffen, damit dieses schwierige Unterfangen auch realisiert werden kann“, waren sich die Bürgermeister der ILE Klosterwinkel einig.
„Es wurden umfangreiche Analysen und Befragungen durchgeführt und festgestellt, dass es viele Baulücken oder Leerstände in den Zentren unserer Städte, Märkte und Gemeinden gibt“, so ILE-Vorsitzender Karl Obermeier, „Außerdem besteht bei vielen Eigentümern das Interesse, ihre Immobilien wieder zu beleben.“
Doch wie kann eine Kommune diese Eigentümer auf dem Weg zum Verkauf oder zur Neuvermietung unterstützen? Die ILE Mitglieder haben sich dazu entschlossen, ein übersichtliches Nachschlagewerk mit hilfreichen Informationen zu Fördermöglichkeiten für Umbauten oder Renovierungen zu erstellen. So wurde im Rahmen des Finanzierungsinstruments „Regionalbudget“ eine sogenannte „Förderfibel“ erstellt.
Dem Vorsitzenden der ILE Klosterwinkel, Bürgermeister Karl Obermeier und seinem Stellvertreter Bürgermeister Stefan Lang, wurde diese Woche das erste Exemplar der Förderfibel überreicht. Vorausgegangen war eine umfangreiche Recherche, Zusammenstellung und Aufbereitung der notwendigen Daten durch die Büros Dr. Fruhmann & Partner (Parsberg) und Planwerk (Nürnberg), die das Werk im Aidenbacher Rathaus präsentierten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf 100 Seiten wird ein breites Spektrum unterschiedlichster Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung vorgestellt. Neben bekannten Förderprogrammen werden auch spezifische Angebote der verschiedenen ILE-Kommunen erklärt. Praktischerweise wird für die jeweilige Art der Förderungsnehmer der passende Ansprechpartner genannt.
„Die Förderfibel ist ein großer Schritt auf unserem Weg, ein Bewusstsein für das hohe Potential vorhandener Leerstände zu schaffen“, betonen die beiden Bürgermeister bei der Vorstellung der Broschüre. Dr. Wolfgang Fruhmann fügte hinzu, dass erst bei der Fertigstellung der Broschüre allen Beteiligten
bewusst wurde, wie breit gefächert die Fördermöglichkeiten im Bereich der Innenentwicklung seien. Diese Fülle an Fördermöglichkeiten hatte zur Folge, dass die Förderfibel einen größeren Umfang erreichte, als ursprünglich angedacht.
Erhältlich ist die Förderfibel derzeit als pdf-Download auf der Homepage der ILE Klosterwinkel (www.klosterwinkel.de) sowie auf den Homepages der Mitgliedskommunen. Es ist geplant, dass die Förderfibel in größerer Stückzahl gedruckt und voraussichtlich zum Jahresbeginn 2021 in den Rathäusern der ILE-Kommunen erhältlich sein wird.

