4204,84 Euro: Rekordergebnis beim Weihnachtsbasar
Aidenbacher Schüler haben allen Grund, stolz zu sein - Unterstützung für drei wohltätige Projekte
Mit so einem Ergebnis hätten sie nie und nimmer gerechnet, die Aidenbacher Schülerinnen und Schüler, die unter Anleitung ihrer Lehrer auch heuer wieder eifrig gebastelt, gestaltet und gebacken haben, um ein umfangreiches Sortiment bei ihrem Weihnachtsbasar in der Schule anbieten zu können. Der Verkaufserlös übertraf dann alle Erwartungen, denn mit 4 204,84 Euro Reingewinn wurde in diesem Jahr ein Rekordergebnis erzielt.
Der Betrag wird nun zu gleichen Teilen an drei wohltätige Organisationen überwiesen. Wie schon in den vergangenen Jahren profitieren das Hilfsprojekt „Bondhu“ der Ärzte, Schwestern und Pfleger des Krankenhauses Pfarrkirchen und das Schulprojekt „Elote“ in Guatemala von einer Spende der Mittelschule. Heuer erstmals wird auch das Milchkuh-Projekt Indien des Kolpingwerks unterstützt.
Mit Begeisterung schlüpften die Schülerinnen und Schüler für rund drei Stunden in die Rolle von Weihnachtsmarktverkäufern und boten mit viel Verhandlungsgeschick ihre größtenteils selbst hergestellten Waren feil. Das Angebot der Klassen erstreckte sich von Weihnachtsartikeln wie Kerzen, Karten, Tischsets, Baumschmuck, Laternen und Windlichtern über Holzschemel und Handytaschen bis hin zu individuellen Kugelschreibern. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der großen Produktpalette und kauften fleißig ein, so dass einige Stände schon bald „ausverkauft“ vermeldeten. Auch das reichhaltige Angebot für das leibliche Wohl wurde gerne angenommen. Würstchen mit Brot, von den ortsansässigen Metzgereien und Bäckereien zum Teil gespendet, selbst gemachte Pizza, Kuchen, Torten, Fruchtspieße oder Glühwein verlockten zum Probieren.
Langeweile stand keineswegs auf dem Stundenplan, gab es doch neben dem Einkaufen und Essen noch zahlreiche Möglichkeiten zum Zeitvertreib. In den Workshops konnte man seine eigenen Fähigkeiten im Tassen bemalen, Kerzen aus Bienenwachs gießen oder Kugelschreiber basteln testen, bei einer Tombola durfte man sein Glück versuchen und für die sportlichen Schüler war in der Turnhalle heuer erstmals ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut worden.
Überrascht und freudig zugleich reagierten die Schüler, als einige Tage später Rektor Richard Detter den sehr beachtlichen Reingewinn verkündete. Dass ihr Engagement mit so einem großen Erfolg belohnt werden würde, das hatte man nicht zu hoffen gewagt.
Mit der diesjährigen Rekordsumme hat der Gesamtbetrag in der insgesamt 17-jährigen Geschichte des Weihnachtsbasars die 50 000 €-Marke überschritten. Damit konnte die Aidenbacher Schule einen ansehnlichen Betrag für Hilfsprojekte erwirtschaften und einen kleinen Beitrag leisten, um die Not in der Welt etwas zu lindern.
In den letzten Jahren unterstützte man zum einen das Schulprojekt „Elote“, das bedürftigen Kindern in Guatemala den Schulbesuch ermöglicht. Für einige dieser Kinder hat die Mittelschule eine Patenschaft übernommen, so dass durch einen Briefkontakt die Schüler in Aidenbach immer wieder interessante Informationen bekommen. Zum anderen wurde das Hilfsprojekt „Bondhu“ mit Spenden bedacht. Hierbei arbeiten Ärzte, Schwestern und Pfleger aus dem Krankenhaus Pfarrkirchen in Bangladesch während ihres Urlaubs unentgeltlich, um die medizinische Grundversorgung der Not leidenden Bevölkerung zu verbessern. Ende Februar 2011 werden wieder einige Mitarbeiter des Pfarrkirchner Krankenhauses nach Bangladesch fliegen, um dorthin nötige medizinische Geräte und Medikamente zu transportieren und ärztliche Hilfe zu leisten.
Mit dem diesjährigen Weihnachtsbasar will die Mittelschule Aidenbach einem weiteren Projekt unter die Arme greifen. Das Milchkuh-Projekt des Kolpingwerks hilft alleinstehenden Frauen mit Kindern in Indien sich eine Lebensgrundlage durch den Verkauf von Milchprodukten aufzubauen. Vor einigen Wochen war der in Indien tätige Entwicklungshelfer Kurt Hölzlwimmer an die Mittelschule gekommen, um Schülern und Lehrern die Lebenssituation der armen indischen Bevölkerung zu schildern und Möglichkeiten im Rahmen des Hilfsprojekts für eine Linderung der Armut aufzuzeigen.
Schulleiter Richard Detter bedankte sich bei den Schülern, Lehrern und Helfern, die so aktiv mitgearbeitet haben und bei den Eltern und Freunden der Mittelschule für den zahlreichen Besuch. Er betonte, dass nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten dieses stolze Ergebnis möglich geworden war. - rd
- Links: Quelle: Vilshofener Anzeiger

